Kategorien
Schulleben

DELF-Kurs entdeckt Lüttich

Alexander von Humboldt war überzeugt, dass man die Welt am besten versteht, wenn man sie selbst entdeckt. Ganz in diesem Sinne machte sich der DELF-Kurs gemeinsam mit zwei Lehrkräften auf den Weg ins belgische Lüttich (Liège). Mit dem Zug ging es von Siegburg über Köln in die französischsprachige Wallonie, wo die Schülerinnen und Schüler das Nachbarland, seine Kultur und die französische Sprache unmittelbar erleben konnten.

Gemeinsam erkundete die gesamte Gruppe bei einer Stadtrallye die historische Innenstadt. Die abwechslungsreiche Route führte zu bekannten Sehenswürdigkeiten, durch verwinkelte Gassen und über belebte Plätze. So entdeckten die Schülerinnen und Schüler Lüttich aktiv und erfuhren zugleich etwas über die Geschichte und das heutige Leben der Stadt.

Natürlich durfte auch ein Besuch der Brocante de Saint-Pholien im Viertel Outremeuse nicht fehlen. Der bekannte Floh- und Antikmarkt gilt unter Kennern als eine Art „Champs-Élysées des Flohmarkts“. Zwischen zahlreichen Ständen konnte die Gruppe stöbern, kleine Schätze entdecken und das besondere Flair genießen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Ausstellung „Cléopâtre Superstar“. Mit historischen Objekten, moderner Szenografie und interaktiven Installationen schlägt die Ausstellung eine Brücke zwischen Geschichte und modernen Medien. Sie zeigt Kleopatra nicht nur als sagenumwobene Herrscherin der Antike, sondern auch als historische Persönlichkeit und als bis heute wirkende Ikone der Kunst, des Films und der Popkultur. Kleopatra – Superstar!Die Exkursion verfolgte dabei weit mehr als das Ziel, den Französischunterricht zu ergänzen. Sie sollte den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie bereichernd Begegnungen mit anderen Ländern und Kulturen sind, Hemmschwellen vor Reisen ins französischsprachige Ausland abbauen und Neugier auf Europa wecken.

Vielleicht führt der Weg die eine oder den anderen später nicht nur als Tourist oder Touristin in den französischsprachigen Raum, sondern sogar für ein Studium oder den Beruf dorthin. Solche Erfahrungen fördern Offenheit, Selbstständigkeit und den europäischen Gedanken – Werte, die heute wichtiger sind denn je.